DER GARTEN DER VIELFALT

MIT SEINEN KRÄUTERN UND WILDEN BLUMEN

Der Garten der Vielfalt ist der ca. 6000 m² große Naturgarten rund um das Therapiegarten-Zentrum mit über 400 Pflanzenarten und -sorten, den man auf einem Rundweg in herrlicher Lage (und für Gruppen: unter fachkundiger Führung) genießen kann.

Aus Kräutern und Blüten, die im Kräuter- und Bauerngarten, in der Hecke und am Waldrand des Gartens der Vielfalt in natürlichem Miteinander wachsen dürfen, erzeugt das THERAPIEGARTEN-Team an Ort und Stelle Frischpflanzen-Naturkosmetika. In kleinem Umfang, direkt aus dem Land für die Menschen im Land.

Im Garten der Vielfalt finden Sie keinen lehrreichen Schilder-Wald, sondern eine reiche Fülle an Wildblumen, Bauernblumen, Kräutern und altmodischem Gemüse, die in harmonischem Miteinander ihre Persönlichkeit entfalten und die Besucher mit Auge, Nase und Geschmack an Ihren Reizen teilhaben lassen.

Der Garten der Vielfalt erschließt sich jedem Gast auf andere Weise. Einer ist von den verschiedenfarbigen Paradeisern oder von der Salatblüte angetan, eine andere ist entzückt von den winzigen Wildblumen-Sämlingen. Manchen gefällt die Kräuterspirale mit ihren Düften, andere interessiert die Kompostanlage oder die Permakultur-Hügelbeete. Alle aber erfreuen sich an den Schmetterlingen, die die Blütenvielfalt ebenso genießen wie die Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Einige Schwerpunkte des Gartens der Vielfalt sind:

  • Biologische Samen von Wildblumen, Kräutern und seltenem Gemüse in Zusammenarbeit mit Arche Noah und BIO AUSTRIA. Bio-Samen und Bio-Jungpflanzen 
  • Staudenbeete mit Bauernblumen und heimischen Wildblumen
  • Trockenbiotope: Kräuterspirale und Stein-Sitzkreis
  • Heil- und Gewürzpflanzen-Sammlung, essbare Wildkräuter
  • Feuchtwiese und andere Wiesentypen
  • Hochstammobstbäume mit Vogelwohnstätten
  • Permakultur-Garten mit Kürbis-, Bohnen- und Paradeisersammlung
  • Vermehrung von Wildpflanzen, Kräutern und Gemüsesorten in der Bio-Naturgärtnerei 
  • Herstellung der Therapiegarten-Naturkosmetik
  • Gestaltungsbeispiele für private und Schulgärten, für öffentliches und Siedlungs-Grün, für gesundheitsorientierte Grünanlagen, für Besuchergärten. Näheres bei Naturgarten-Beratung


I
m Garten der Vielfalt und in den Kursräumen werden Permakulturkurse, Workshops und Beratungen angeboten, in die PermakulturgestalterInnen, GärtnerInnen, eine Biobäuerin und eine Phytotherapeutin und andere ExpertInnen ihre Fachkompetenz einbringen.

Bitte schauen Sie zu den Veranstaltungen

 

ÖFFNUNGSZEITEN

 

IM HERBST UND WINTER:
1. November – 28. Februar
:
gerne nach telefonischer Vereinbarung: 03463-43 84.

IM FRÜHLING
1. März – 30. Juni:
Tage der offenen Gartentür
jeden Mittwoch, Freitag und Samstag 10-15 Uhr
und gerne nach telefonischer Vereinbarung: 03463-43 84

IM SOMMER
1. Juli – 31. Oktober:
Tage der offenen Gartentür
jeden Mittwoch 9-15 Uhr
und gerne nach telefonischer Vereinbarung.

Sonntag und Feiertag geschlossen
ausgenommen Kurstage und vereinbarte Führungen für Gruppen

Anreise:
Von Stainz-Kreisverkehr Richtung Preding ca. 4 km,
rechts Schild „Therapiegarten“

An den Garten der Vielfalt angeschlossen ist der Hofladen mit der Therapiegarten-Naturkosmetik, den Samen und Jungpflanzen der Bio-Naturgärtnerei und den Permakultur- und Gartenbüchern von E.R.D.E

 

 

Kleiner Naturgarten-Führer
durch den Garten der Vielfalt

Bitte helfen Sie mit, den Garten zu schonen:

Bleiben Sie auf den Wegen und den gemähten Flächen!
Nehmen Sie Ihren Hund an die Leine!
Pflücken Sie keine Blumen!
Ernten und jäten Sie nicht!

Danke!

Der Besuch des Gartens erfolgt auf eigene Gefahr.

 

 

 

 

DER WEG DURCH DEN GARTEN

Beginnen Sie Ihren Spaziergang beim STRÄUCHERGARTEN (1), das sind die zwei Beete zwischen den Parkplätzen, und beim SCHATTENGARTEN (2). Beobachten Sie die Vielfalt der Knospen, der Blüten, der Frucht- und Samenstände! Spüren Sie die Wandlungsfähigkeit der Natur?

Sie beobachten heute einen Tag der aktuellen Jahreszeit. – schon morgen gibt es wieder Veränderungen. Vielleicht ist heute ein Herbsttag mit der Stimmung des Abschieds – oder ein Frühlingstag mit vielfachem Neuerwachen und mannigfaltiger Wiedergeburt – oder ein Farben-rauschender Sommertag? Genießen Sie die Farben und Düfte dieses heutigen Tages.

Die nächste Station ist die KRÄUTERSPIRALE (3). Die Steinmauern, die spiralförmig nach innen und oben führen, speichern Sonnenwärme und verlängern die Kräutersaison um einige Wochen. Mittelmeerkräuter, Heil-, Duft- und Färbepflanzen sowie Trockenrasenblumen zeigen hier ihre Eigenart – zur Freude der Menschen und Bienen.

Machen Sie nun einen Besuch im PARADEISER-GARTEN (4). Der Folientunnel schützt die Tomatenpflanzen vor Regen und damit vor dem Krautfäulepilz. Die Pflanzen wachsen in einer dicken Schicht Heumulch, der ihnen Nahrung gibt und Gießwasser spart. In der kühlen Jahreszeit sind hier Asia-Salate oder Kohlgewächse untergebracht.

Nun führt der Weg nach oben zu den WALLBEETEN (5), die zur Außenwelt hin durch zwei Reihen von Beeren- und Wildsträuchern begrenzt ist..

Die fünf bananenförmigen Wälle, mit Altgras und Stroh gemulcht, tragen eine große Vielfalt an Kräutern, Beerensträuchern, aber auch seltsame Gemüse: Neuseeländer Spinat, Roten Mangold, blühenden Salat, hoch aufragende Stangenbohnen, blaue Erbsen, braune Rettiche, roten und braunen Grünkohl, Baumspinat“bäume“, blaue und schwarze Kürbiskugeln, weiße Rüben und vielleicht noch andere Gewächse, die Sie noch nie gesehen haben – nicht zu vergessen die Blumenpflanzen.

Die Pflanzen dienen der Selbstversorgung und der Gewinnung von nicht-hybridem Saatgut in Zusammenarbeit mit Arche Noah.

Die Wallbeete sind so ausgerichtet, dass sie als „Sonnenfallen“ wirken, und haben eine sonnige heiße und ein schattige kühlere Seite. Auch nach lang anhaltenden Regenfällen bekommen die Gemüsepflanzen auf den Wällen keine „nassen Füße“ und das Jäten im Mulch ist eine leichte Arbeit.

Zeit zum Rasten: Links von den Wallbeeten sehen Sie die WEIDENLAUBE (6), die mit Blick auf das Schloss Stainz zum Verweilen einlädt.

Ganz oben am Hang wartet der KLEINE STEINKREIS (7), ein kleines Trockenbiotop, das mit Wildblumen bepflanzt ist, mit einem großen Sitzstein in der Mitte.

Am STEINSITZPLATZ (8), der besonders am Abend ein angenehmer Ort ist, können Sie vorbei gehen – oder ihn an heißen Tagen für eine schattige Rast nutzen. Alle Steine sind Geschenke von Freunden und in unserem steinlosen Garten besonders willkommen.

Der Pfad führt Sie nun durch einen Waldstreifen hindurch zur FEUCHTWIESE (9) weiter. Hier sind je nach Jahreszeit Wiesenschaumkraut, Sibirische Schwertlilie, Sumpfvergissmeinnicht, Kuckuckslichtnelke, Mädesüß, Gilbweiderich, Teufelsabbiss, Blutwurz und Waldengelwurz zu entdecken. Großer Wiesenknopf und Pfeifengras geben kleinen Schmetterlingen, den Bläulingen, Nahrung. Die Wiese wird einmal im Jahr, nach der Samenreife, gemäht. Sie ist eine wertvolle Samenbank und ein kostbarer, selten gewordener Lebensraum.

Rechts im WÄLDCHEN (10) sehen Sie, geschützt zwischen Wildsträuchern, den TOTHOLZPLATZ (11), ein wertvolles Biotop für nützliche Tiere wie Igel. Eidechsen und Insekten.

Weiter führt der Weg zu einem INSEKTENHOTEL (12), das vor allem von einigen Wildbienen als Brutplatz genutzt wird, und einem PERMAKULTUR-HÜGELBEET (13), das aus „Altmaterialien“ wie Gras, Astschnitt, angerottetem Holz und Kompost gebaut ist. Das Beet gibt über Jahre Nährstoffe für das Gemüse frei – ohne Bodenbearbeitung! Auf diesem und den anderen drei Permakultur-Hügelbeeten auf dem Gelände wächst eine Vielfalt an Bohnen, Salaten, Kürbissen und Kräutern in bunter Mischkultur.

Der GROSSE STEINKREIS (14) besteht aus einer mehrmals unterbrochenen Trockensteinmauer aus Stainzer Plattengneis und ist mit heimischen Wildpflanzen der Trockenstandorte bepflanzt. Seine mehr als 20 Sitzsteine laden wiederum zum Ruhen, aber auch zu Diskussionen und zur Geselligkeit ein – und zur Bewegung!

Heben Sie hier Ihre Arme! Öffnen Sie sie zum Himmel! Atmen Sie die Luft des Himmels ein! Strecken Sie die Wirbelsäule zum Himmel und verweilen Sie einige Sekunden so. Beugen Sie dann Ihren Oberkörper langsam vor. Atmen Sie aus. Lassen Sie Ihren Oberkörper durch die Schwerkraft zur Erde hinunter sinken. Spüren Sie diese Kraft. Und heben Sie sich wieder langsam auf beim Einatmen ….

Nach einigen Sträuchergruppen, die als WILDOBSTHECKE (15) genutzt werden, erreichen Sie den HÜHNERHOF (16). Das Gehege hat früher als Bauerngarten gedient. Jetzt wohnen hier die Sulmtalerinnen, eine altbewährte, wieder entdeckte Hühnerrasse. Sehenswert das dreistöckige Hühnerhaus aus heimischem Holz, mit Lehmverputz: Tiefparterre-Terrasse mit Sandbad, 1. Stock Nachtquartier mit Sitzstangen und Legenestern, 2. Stock Bienenbalkon (dzt. als Heulager genutzt).

Die altbestehende STREUOBSTWIESE (17) trägt alte und einige junge hochstämmige Obstbäume mit alten Apfelsorten (Krummstiel, Bohnapfel, Kanada Renette, Welschbrunner, Erzherzog-Johann-Apfel, Lavanttaler Bananenapfel, Kronprinz Rudolf, Lederäpfeln und Mostäpfeln sowie Zwetschken- und Mostbirnbäume. Auf dem Gartengelände sind außerdem Quitte, Kirschpflaumen und Weinbergpfirsiche zu finden. In der Mitte thront der riesige Nussbaum, der in guten Erntejahren bis zu 50 kg Walnüsse verschenkt – an uns und an Eichhörnchen, Siebenschläfer, Spechte und Krähen.

Streuobstwiesen haben neben ihrer wirtschaftlichen auch große ökologische Bedeutung: Sie bieten Nistplätze, Nahrung, Verstecke, Sing- und Jagdwarten für zahlreiche Tierarten, vor allem für Vögel: Bunt- und Grünspecht, Kleiber, Meisen, Trauerschnäpper, Stare, Stieglitz, Finken, Wiedehopf und Weißstorch wohnen hier oder kommen auf Besuch.

Am unteren Waldrand bietet das FEUCHTBIOTOP (18) mit seinem Erlen- und Weidensaum ein ungestörtes Rückzugsgebiet für Wildpflanzen und Wildtiere.

BETRETEN VERBOTEN! FEUCHTBIOTOPE SIND GEFÄHRLICH FÜR KLEINKINDER!

Nun beginnt der Rückweg und Sie kommen, den Waldrand entlang, zu einer WILDSTRÄUCHER-GRUPPE MIT BENJES-HECKE (19).

Hier, am stillen Waldrand, ist ein guter Platz, um die Natur zu beobachten und sich dabei selbst ein bisschen zu vergessen. Verweilen Sie ein wenig. Hören Sie … den Wind, den Wald, die Vögel? Riechen Sie … die Jahreszeit? Atmen Sie tief ein! Wie schmeckt die Luft? … das Leben? … Wir leben!

Der letzte Wegabschnitt führt beim KOMPOSTPLATZ (20) vorbei, dem Zentrum jedes natürlichen Gartens. Er ist der Ort zur Wiedergewinnung gesunder Erde aus biologischen „Abfällen“. Guter Kompost ist die wichtigste Nahrung für den Teil des Gartens, der beerntet wird – damit er immer wieder blüht und fruchtet.

Vorbei an GEWÄCHSHAUS (21), HOCHBEET (22) und WINTERGARTEN (23) erreichen Sie den PFLANZENKINDERGARTEN (24) der NATURGÄRTNEREI.

Der KÜBELGARTEN (25) an der Hauswand beherbergt je nach Jahreszeit frostempfindliche Blumen, Pflückgemüse, Frischkräuter und Wintersalate.

Gleich daneben thront der LEHMBACKOFEN (26) auf einer massiven Platte aus Stainzer Plattengneis, vor Nässe geschützt durch ein begrüntes Kiesdach. Hier werden auf traditionelle Art Brote, Flammkuchen und Pizzen gebacken.

Zum Abschluss des Rundgangs erwarten Sie die WILDBLUMEN- und BAUERNBLUMEN-BEETE (27) im Hof. Hier wurde eine Sammlung von Bauerngarten-, Wildblumen- und Kräuterarten auf recht trockenem und magerem Standort angelegt. Beobachten Sie die Vielfalt an Blüten und Blattwerk.

Die Vielzahl heimischer der „schönen Wilden“ zeigt nicht nur ihre Schönheit, sondern auch ihre Gartentauglichkeit und und ihre Standortwünsche. Zum Nachmachen für Natur- und BiogärtnerInnen! Mit ihren Blüten holen die Wildblumen Schmetterlinge und eine große Insektenvielfalt in den Garten. Und schenken farbenfrohe Lebensfreude.

Hier ist der Blick frei auf den KLETTERGARTEN (28), einen Laubengang, der von Kletterrosen, Glyzinie/Blauregen, Kiwi und Weinreben beschattet wird.

Von hier haben Sie den kürzesten Weg in den AUSSTELLUNGS- UND VERKAUFSRAUM (29) sowie in den Seminarraum im Therapiegarten-Zentrum.

Wie geht es Ihnen jetzt? Hoffentlich haben Sie den kleinen Rundgang mit allen Sinnen genossen. Danke für Ihren Besuch!

Gartenskizze

1  Sträuchergarten
2  Schattengarten
3  Kräuterspirale
4 Paradeiser.Garten
5 Wallbeete
6 Weidenlaube
7 Kleiner Steinkreis
8 Steinsitzplatz
9 Feuchtwiese
10 Wäldchen
11 Totholzplatz
12 Insektenhotel
13 Permakultur-Hügelbeet
14 Großer Steinkreis
15 Wildobsthecke
16 Hühnerhof
17 Streuobstwiese
18 Feuchtbiotop
19 Benjes-Hecke
20 Kompostplatz
21 Gewächshaus
22 Hochbeet
23 Wintergarten
24 Pflanzenkindergarten
25 Kübelgarten
26 Lehmbackofen
27 Wildblumen- und Bauernblumen-Beete

28 Klettergarten
29 Ausstellungs- und Verkaufsraum